Pfotenreinigung in Zeiten von Viren – mit gesundem Maß
Ich lese an vielen Stellen, dass man die Pfoten von Hunden nach dem Spaziergang desinfizieren müsse.
Desinfektion ist jedoch nicht dasselbe wie Reinigung.
Desinfizieren bedeutet, mit Chlor oder anderen Chemikalien Mikroorganismen abzutöten und Oberflächen für eine gewisse Zeit „lebensfeindlich“ für Bakterien und Viren zu machen.
Das ist aber nicht gleichbedeutend mit Reinigung – denn auf gesunder Haut leben unzählige nützliche Bakterien und Mikroorganismen.
Wenn wir diese zerstören, gerät das Gleichgewicht der Haut aus dem Lot. Die Folgen können sein:
Ekzeme, Entzündungen, allergische Reaktionen, Reizungen.
Das solltest du weder deiner eigenen Haut antun – noch der deines Hundes.
Ganz egal, wie „umweltfreundlich“ oder „hypoallergen“ ein Reinigungsmittel beworben wird.
Kurz gesagt:
Der Körper und die Pfoten von Hunden sollten ausschließlich mit Hundeshampoo, Hundeseife, Feuchttüchern oder Trockenshampoo gereinigt werden.
Wie reinigst du deinen Hund also richtig?
Genauso wie an jedem normalen Tag nach dem Spaziergang.
Pfotenpflege sollte keine Modeerscheinung sein – sondern immer Teil der Routine. Warum?
- Du weißt nie, worauf dein Hund tritt.
Und glaub mir: Es ist nicht weniger eklig, wenn er in infektiösen Auswurf tritt und das dann mit auf Sofa oder Bett bringt. - Du ziehst deine Schuhe aus, wenn du nach Hause kommst – und wäschst dir als Erstes die Hände.
- Beim Pfotenlecken kann dein Hund alles aufnehmen.
Zum Beispiel den Kot eines anderen Hundes (großes Minus an alle, die Hinterlassenschaften nicht aufsammeln!), von dem du nicht weißt, ob er krank, verwurmt oder ungeimpft ist. - Zwischen den Zehen schwitzen Hunde.
Ist dieser Bereich nicht sauber, kann es zu Rötungen, Entzündungen, Juckreiz, Brennen oder Pilzbefall kommen.
Pfotenpflege ist also immer wichtig.
Hier ein paar Tipps, wie du deinen Hund in der aktuellen Zeit sauber hältst, ohne seine Haut zu schädigen oder sie mit Giftstoffen zu überladen.
Vollständige Reinigung
Bei uns ist das aktuell tägliche Routine.
Das bedeutet: Nach jedem Spaziergang reinigen wir Körper und Pfoten.
So machen wir es:
- Ich gebe etwas My Bulldog Sanitizer (Teebaumöl-Fellreinigungs- und Pflegeschaum) in meine Hand und reibe Kopf, Rücken, Seiten und Pfoten ein.
- Danach wische ich alles noch mit My Bulldog Wet Wipes ab.
Beide Produkte enthalten milde Reinigungssubstanzen – sie lösen Schmutz von der Oberfläche, ähnlich wie Händewaschen mit Seife.
Nur Pfoten reinigen
Das geht wie oben beschrieben – oder so:
So machen wir es:
- Wir haben eine eigene Pfotenwaschschüssel.
- Ich fülle lauwarmes Wasser hinein und gebe ein paar Pumpstöße My Bulldog Shampoo dazu.
- Mit einem separaten Hundetuch werden die Pfoten sanft abgewischt.
Das ist auch für die tägliche Anwendung geeignet, da das Shampoo keine austrocknenden Inhaltsstoffe enthält.
Unterkörper waschen
Bei Matschwetter – wie jetzt bei diesem „wunderschönen“ Schneeregen – reichen Tücher oder Schaum oft nicht aus.
Dann sind beide Hunde bis zum Bauch voller Sand, und ein kurzes Abspülen ist einfacher.
So machen wir es:
- In diesem Fall verwende ich unsere My Bulldog Soap Kräuter-Hundeseife.
Sie trocknet nicht aus, enthält pflegende Öle und wohltuende Kräuter. - Ich wasche nur Beine und Bauch, nicht den ganzen Körper.
- Kopf und Rücken reinige ich weiterhin mit Tüchern.
- Das sind unsere Grundroutinen.
Nicht nur wegen der aktuellen Situation – sondern weil wir unsere Hunde lieben, sie gerne umarmen, auf den Arm nehmen und mit ihnen kuscheln.
Abends sehe ich jedoch sehr genau, was sich hier in der Innenstadt in den Büschen herumtreibt…
Und ehrlich gesagt habe ich keine Lust, den Urin fremder Hunde von meinen eigenen abzulecken, den sie sich beim „Pipipunkt-Suchen“ eingefangen haben.
Grundlegende Hygiene ist immer notwendig – und sie reicht auch jetzt völlig aus.
Zumindest, was unsere Hunde betrifft.
Einen gesunden Tag!
Magyari Detti
Hundeherbalistin